Position des EMB zum Transatlantischen Freihandelsabkommen TIPP

TTIP-Verhandlungen müssen eingestellt werden

Das TTIP gefährdet die EU in ökonomischer, ökologischer und sozialer Dimension.
So sind unter anderem die Souveränität sowie der gesellschaftliche Frieden in der
EU abhängig von der Fähigkeit, innerhalb der eigenen Grenzen sichere
Nahrungsmittel in ausreichendem Umfang und in hoher Qualität flächendeckend zu
produzieren. Das Transatlantische Freihandelsabkommen würde diese Fähigkeit
empfindlich beeinträchtigen.

Folgende Konsequenzen sind beispielsweise in der Landwirtschaft zu befürchten,
wenn das TTIP zur Anwendung kommen sollte:

I) Durch starken Preisdruck wird:
• ein beträchtlicher Anteil der EU-Produktion nach außerhalb der EU verlagert;
• die Binnenproduktion sich auf einige wenige Standorte konzentrieren – mit
allen negativen sozialen und umweltbezogenen Konsequenzen;

II) Ein Absenken der Standards bewirkt, dass
• ein unfairer Wettbewerb durch unterschiedliche Standards entsteht;
• die Produktqualität absinkt;
• der Anteil an gesundheitsbedenklichen Lebensmitteln in unseren
Supermärkten stark ansteigt und
• das Vertrauen der Verbraucher in Milch- und Fleischprodukte zurückgeht.
Die Probleme, die damit auf die EU-Bürger zukämen, sind vielseitig. Gesunde,
sichere und nachhaltige Nahrungsmittel dürfen jedoch nicht verhandelbar sein!

Daher die Hauptforderung des EMB:
Die Verhandlungen zum Transatlantischen Freihandelsabkommen müssen eingestellt werden!

  Die Forderungen des EMB im Detail

(Brüssel, Mai 2014)



Pressemitteilungen des European Milk Board


Wichtige Chance vertan! Stärkung der Erzeuger kann mit verabschiedetem Milchpaket nicht erreicht werden

Aktueller Beschluss vom EU-Parlament kann notwendige Balance auf dem Milchmarkt nicht herstellen

Brüssel/Hamm, 16.02.2012: "Es ist ein wackliges Ergebnis", fasst der Präsident des European Milk Board (EMB), Romuald Schaber, die Meinung der europäischen Milcherzeuger zum aktuellen Milchbeschluss im EU-Parlament zusammen.

EMB-Pressemitteilung zum Milchpaket


Weitere Pressemitteilungen des EMB finden sich hier...





Forderungen des European Milk Board 

                                        
Es gibt Wege aus der Krise des Milchmarktes. Milcherzeuger - vertreten durch das European
Milk Board - und Politik auf nationaler und EU-Ebene müssen zusammen arbeiten, um diese
Wege erfolgreich zu gehen.

Der Milchmarkt geht alle an. Ist er in Aufruhr, dann hat dies mittel- und langfristig auch
negative Auswirkungen auf die Versorgung der Verbraucher mit frischen und gesunden
Milchprodukten. Betriebsaufgaben werden sichtbar auch in höherer Arbeitslosigkeit,
geringerer Wertschöpfung im ländlichen Raum und veränderten Landschaften.

Um angesichts der aktuellen Krisensituation so schnell wie möglich eine Marktbereinigung zu
erreichen und zu kostendeckenden Milchpreisen von 40 Cent zu gelangen, haben die
Mitgliedsorganisationen auf der Jahresversammlung am 18./19. Februar 2009 in Brüssel
folgende Forderungen zur Rahmengebung durch die Politik beschlossen:

1. Die Anwendung der Mengenregelung muss umgehend flexibilisiert werden; Maßstab
für Quotenanpassungen muss ein kostendeckender Milchpreis sein.

2. Hierzu sind Quotenreserven zu schaffen, welche je nach Bedarf zur Produktion freigegeben
werden können. Voraussetzung ist eine wirksame Einschränkung der Landessaldierung
in allen EU-Ländern

3. Um Quoten aus der Produktion zu nehmen, ist das Instrument des vorübergehenden
Herausleasings von Quoten durch die EU umgehend einzuführen

4. Die im November 2008 beschlossenen Quotenerhöhungen in Höhe von 5 x 1% dürfen
ebenfalls nur nach Bedarf zur Produktion freigegeben werden

5. Der Fettkorrekturfaktor ist auf bisherigem Stand (0,18) zu belassen

6. Es muss eine Rechtsgrundlage geschaffen werden, die die EU-weite Einführung von
erzeugerfinanzierten Umlagen ermöglicht

7. Überschüssige Produkte sollten einmalig heraus gekauft und marktunschädlich
verwendet werden, um den Markt zu entlasten und damit den Auszahlungspreis so
möglichst schnell anzuheben.

Die im EMB organisierten Milcherzeuger tragen diese Forderungen europaweit gemeinsam der
Politik vor und sind bereit, sie mit all ihren Konsequenzen umzusetzen. Nur ein ausbalancierter
Milchmarkt über eine Mengenregulierung unter Beteiligung der Milcherzeuger kann die
Zukunft der Milchbetriebe und damit die Versorgung der Verbraucher mit qualitativ
hochwertigen Milchprodukten in allen Regionen Europas absichern.

Brüssel, den 18./19.02.2009




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